Seit gestern Abend werkelt nun also in meinem Alu-MacBook (2,4 GHz Core 2 Duo, 4 GB RAM) genau wie in meinem Desktop eine Solid State Disk von OCZ, namentlich die Vertex mit 120 Gigabyte.

Das ist zwar nach wie vor ein sehr teures Vergnügen, aber allen Unkenrufen zum Trotz ein augenscheinlich sehr lohnendes. Zwar fällt das MacBook gegenüber meinem Desktop mit Windows 7 im direkten Vergleich vom subjektiven Eindruck her etwas zurück, das kann aber auch an der sonst wesentlich besseren Hardware-Ausstattung des Windows-Rechners liegen.

Zusammenfassend meine ersten subjektiven Eindrücke:

  • Bis zum Login-Screen dauert der Bootvorgang zwar nicht mehr so lange wie vorher, Windows 7 bootet aber schneller
  • Danach gibt es förmlich eine Geschwindigkeitsexplosion. Musste ich vorher fast eine Minute warten, bis die letzten Addons für die Menübar geladen waren und ich eine Anwendung wie Firefox offen hatte, ist nun alles quasi sofort verfügbar.
  • Das starten von iTunes mit knapp 13GB Musik dauert keine Sekunde. Das gleiche gilt für iPhoto.
  • Word und Excel sind nun auch nach einer kurzen Gedenksekunde offen, vorher dauerte das mal gut fünfmal so lang.
  • Entourage lädt am längsten, ist aber nach etwa 3-4 Sekunden ebenfalls voll einsatzfähig
  • Meine virtuelle Entwicklungs-Maschine mit XP Parallels bootet und erwacht nun wesentlich zügiger. Habe die Stoppuhr nicht laufen lassen, aber es ist kein Vergleich mehr zu vorher. Wie sich das im Alltag beim Arbeiten auswirkt muss sich noch zeigen (das ist der eigentliche Anlass für den Wechsel).

Die halbwegs objektiven Ergebnisse, mit xBench gemessen.

Was die Emissionen angeht:

  • Das MacBook ist selbst schon sehr, sehr leise. Die CPU hört man unter Normalbedingungen so gut wie nie, das einzig bisher hörbare war das Rauschen der Festplatte. Das ist nun natürlich weg. Im Ergebnis heißt das: Lautstärkeentwicklung unter normalen Umständen: keine.
  • Entgegen anderslautenden Berichten ist auch die Wärmeentwicklung viel geringer als bei der Festplatte, um genau zu sein ist der Bereich, in dem die SSD steckt, augenblicklich gefühlt der kühlste an der gesamten Oberfläche.

Zwischenfazit:

Wie nicht anders zu erwarten war, ist das zwar eine für sich gesehen sehr teure Investition gewesen, aber eine die den größten Effekt aller möglichen Aufrüstoptionen überhaupt bringt.

Kommentare

#1 Thomas goes .NET schrieb am Freitag, 24. Juli 2009 12:02:00:
Ich hatte es ja die ganze Zeit vor dem Kauf der SSD für meinen Desktop-Rechner befürchtet - einmal angesteckt, könne ich nicht mehr auf herkömmlichen Festplatten arbeiten. So kam es jetzt, mit etwas Verzögerung auch, gestern wurde meine zweite OCZ Ve ...
#2 Jan schrieb am Freitag, 24. Juli 2009 12:59:00:
Hallo Thomas, vielen Dank für Deinen Bericht. Ich stehe auch kurz davor, mir ein MacBook Pro mit SSD zuzulegen. Allerdings will ich nicht die Original SSD von Apple nehmen, sondern eine eigene einbauen. Entweder die Vertex, oder die neuen von Intel.
Kannst Du mal kurz beschreiben, wie Du den Wechsel der HD ohne Neuinstallation von MacOS-X gemacht hast? Danke!
#3 Thomas schrieb am Freitag, 24. Juli 2009 13:03:00:
Ich habe neu installiert ... siehe http://blog.thomasbandt.de/39/2274/de/blog/mac-os-x-neuinstallation-the-easy-way.html

Du kannst aber auch 1:1 spiegeln, etwa mit Acronis True Image.
#4 TOM_MUE schrieb am Donnerstag, 20. August 2009 14:22:00:
Servus,

hast Du eine Ahnung oder einen Linktip, ob ich mir die SSD on OCV in mein 15" MacBook Pro einbauen kann, das aber der Vorgänger vom Unibody ist?

Danke
TOM_MUE
#5 Thomas schrieb am Donnerstag, 20. August 2009 14:59:00:
Nehme ja stark an, dass Apple auch "damals" bereits S-ATA-Platten verbaut hat, damit dürfte das kein Problem sein. Aber ich kann mir vorstellen, dass nur S-ATA 150 unterstütz wird, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Serial_ATA#Versionen_des_Serial-ATA-Standards - das bremst die SSD dann u.U. etwas aus - dürfte aber immer noch mehr als doppelt so schnell sein wie eine normale 5400er HDD.

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