Schon eine interessante Story. Siemens' Handysparte war wohl schon lange nicht mehr rentabel, also verkaufte der Konzern sie an die Taiwanesen von BenQ. Bzw. verschenkte sie, denn es gab noch 350 Millionen als Mitgift.

Ein Schelm wer heute böses denkt: die Beschäftigungsgarantie für die deutschen Mitarbeiter ist ausgelaufen und plötzlich gibt es keine Kohle mehr aus Taiwan: Insolvenz. Für mich klingt das so, als hätte Siemens sich hier günstig aus der Affäre gezogen. Denn erstens wird gerade nicht der eigene sondern der Name von BenQ "in den Schmutz gezogen", und zweitens hätte man für die Auflösung der Sparte so wohl noch viel mehr an Abfindungen zahlen müssen, als wenn man es von jemand anderem erledigen lässt.

Eine outgesourcte Abwicklung in ganz großem Stil. Bravo.

Was mir nicht ganz klar ist, ist die Frage, wo sich das für BenQ rechnet. Schließlich sind die ja gerade dabei ihre Marke hier aufzubauen, zuletzt z.B. als Sponsor bei den olympischen Winterspielen.

Aber was ich auch noch loswerden muss: wundern kann mich das nicht. Ich habe seit fast 6 Jahren ausschließlich Siemens-Handys besessen, und auch wenn ich es nicht wahr haben wollte: die wurden von Generation zu Generation schlechter. Mein aktuelles S65 ist einfach nur ein Haufen Schrott, und ich bin froh wenn mein Vertrag ausläuft und ich es austauschen kann.

Tschüss Siemens-Handys.

Kommentare

#1 Karsten Samaschke schrieb am Donnerstag, 28. September 2006 21:55:00:
Naja, einen kleinen Lichtblick gab es bezüglich der Mobiltelefone schon: Das BenQ-Siemens EF81 war eigentlich sehr schick, gut verarbeitet und extrem edel. Aber: Das Gerät war unerträglich langsam und der Akku hielt einen Tag bei sehr eingeschränkter Benutzung. Nun hab ich ein MotoRAZR V3x (das UMTS-Dingens), das ist zwar etwas unedler in der Optik, fasst sich aber genial an, hat eine Klasse-Bedienung, rennt und der Akku hält. Ich bleib fürs erste bei Moto - Tschüss Siemens also auch hier. Gerade und erst recht wegen heute.

Dein Kommentar