... nein, wie kommt man denn darauf? Und nun stelle man sich in jedem zweiten ostdeutschen Dorf eine Horde idiotischer Glatzköpfe mit Bomberjacke und Springerstiefel vor, deren Lebensinhalt aus Zeit- und Andersdenkende (tot) schlagen besteht, die nun auf eine Partei mit all ihren Strippenziehern und Strukturen trifft, die aus den losen Haufen wohl organisierte Banden formt ... das Ergebnis kann man seit Jahren alltäglich in gezielten Überfällen und Hetzjagden live erleben, wie ich immer wieder aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis erfahre. Wollte ich nur mal so erwähnt haben.

Kommentare

#1 chaossurfer schrieb am Mittwoch, 19. April 2006 13:42:00:
gutes Statement... weiter so...

Bin ja so froh das in den Wahlen in Hessen und BAWÜ keine Rechte Partei Stimmen gut machen konnte.

Leider sah es in Sachsen ja anders aus.

Gruß
Chaossurfer
#2 Ralf Eisenreich schrieb am Mittwoch, 19. April 2006 19:38:00:
Mm, ich finde es schade, dass oftmals so pauschal gedacht wird. Es ist sicher nicht jedes "zweite" ostdeutsche Dorf mit Rechtsradikalen übersäht. Ich selbst komme aus Dresden und kann glücklicherweise sagen, dass extreme Gruppierungen eher gar nicht aufzufinden sind. NPD-Wähler sind sicherlich zu einem großen Teil Frustwähler und nicht ausländerfeindliche Extremisten, was die Sache natürlich nicht besser macht. Bedauerlicherweise sind sie in Sachsen gerade so in den Landtag gekommen. Schade!
Nur diese "Horden" sind glücklicherweise eine Minderheit und sollten so auch behandelt werden und nicht zu viel Beachtung bekommen.
Der Osten ist genauso Deutschland wie der Westen und nachdem ich nun einige Zeit in Karlsruhe gelebt habe (mittlerweile lebe ich in Dubai), muss ich sagen, ich sehe keine Unterschiede in Mentalität oder Kultur!
#3 chaossurfer schrieb am Mittwoch, 19. April 2006 19:57:00:
Hallo Herr Eisenreich,

das war nicht als Urteil über Sachen oder Dresden gedacht. Eine Stadt, die ich sehr zu schätzen gelernt habe. Doch auch wenn es viele Frustwähler waren die dort NPD gewählt haben, und diese Frust auf Politik und Staat sicher auch manchmal berichtigt ist... ist dieser Frust meiner Meinung nach sehr gefährlich.

Gruß
Chaossurfer
#4 Thomas schrieb am Mittwoch, 19. April 2006 20:00:00:
Google mal ein wenig, auch aus Dresden wirst du genügend Nazi-Stories finden (erinnere mich gerade an einen Artikel von vor ein paar Wochen in dem es um Dynamo-Hools aus der rechten Ecke ging, die immer wieder auffällig werden).

Davon abgesehen zeichnet sich in den Städten, gerade Dresden, natürlich ein anderes Bild als auf dem Land ab. Fahr mal in die Sächsische Schweiz oder in die Bautzener Ecke, wo ich bis vor 5 Jahren gelebt habe - dann siehst du was dort mehr und mehr auf den Straßen rumläuft.

Das konnte ich in Bayern, wo ich seit ein paar Jahren bin, nicht ausmachen, weshalb es mir schwer fällt beispielsweise Bayern und Sachsen da auf eine Stufe zu stellen.

Und das der Osten mit seinen Strukturproblemen ganz klar eine hervorragende Brutstätte radikalen Gedankenguts ist, dürfte nicht all zu fern liegen. Auch wenn die NPD-Wahl bei der letzten Landtagswahl ganz sicher von vielen ein Protest war, so zeigt das doch wie wenig manche Leute über ihr Handeln nachdenken, oder für selbiges geworben werden können ...

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