... wie man ohne Geld reich wird, lautet das von Alexander von Schönburg durchaus flüssig geschriebene Buch. Es spiegelt ein wenig die gewonnene Einstellung und Erfahrung eines Mannes wider, der selbst in Mitten von Reichtum und Glanz aufgewachsen ist, ohne nach eigenen Angaben jemals richtig dazu gehört zu haben. Dazu muss man erwähnen, dass er der Bruder von Gloria von Thurn und Taxis ist, deren Sippe sicher halb Bayern gehört - man kann ihm also kaum unterstellen, jemals in echten Existenzängsten gebadet zu haben.

Wenn man das verinnerlicht, und alles nur noch halb so ernst nimmt, kommt man auch besser an den Stoff heran. Der besteht nämlich aus durchaus guten Tipps und Weisheiten, deren man sich so gut annehmen könnte. Er versucht, sich seiner Herkunft und seiner Situation wohl bewusst, nicht, einen Ratgeber für Hartz-4-Empfänger zu schreiben, sondern viel mehr Anregungen für Leute wie ihn zu geben, deren beste wirtschaftliche Zeiten hinter ihnen liegen.

Wenn man bedenkt, dass wir im Hinblick auf die Globalisierung sicher in nicht all zu ferner Zukunft alle "den Gürtel enger schnallen" werden müssen, kommt soetwas dann gerade recht. Er versorgt den Leser letztendlich mit kleinen Lebenshilfen, zeigt andere Perspektiven auf Sachverhalte auf, und tut das alles, ohne den leidigen Beigeschmack eines linken Weltrevolutionärs zu vermitteln, aber eben auch ohne die typischen Floskeln dieses kapitalistischen Systems immer und immer wieder zu käuen.

Meine Meinung: empfehlenswerte Bettlektüre für alle, die reich werden wollen :-).

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