Bei manchen Sachen macht es durchaus Sinn, seine Aktivitäten im Netz so anonym wie möglich zu vollziehen - man weiß ja nie. Ganz hilfreich ist dabei eine Technologie namens TOR - "The Onion Router".
Der Name ist dabei Programm:
"Bevor überhaupt eine Anfrage an einen Server geht, besorgt sich TOR eine Liste von TOR-Knoten, über die die Anfrage geleitet werden soll. Mit sogenannten "Onion-Routing" wird die Anfrage dann verschlüsselt: wie eine Zwiebelschale sind verschiedene Verschlüsselungen übereinandergelegt, die jeweils nur ein Knoten wieder entschlüsseln kann."
Quelle mit weiteren Informationen.
Der Vorteil bei dieser Technologie gegenüber anderen Angeboten wie Jap liegt klar auf der Hand: der Datenverkehr läuft nicht zentral über einen oder wenige Server, bei denen immer ein gewisses Restrisiko besteht, dass die Daten doch nicht so anonym wie angenommen sind. Zwar hat sich meines wissens die TU Dresden bereits mehrfach erfolgreich gegen die Herausgabe von Daten gewehrt, aber in Zeiten "des globalen Terrorismus" ist es nur noch eine Frage der Zeit bis Beckstein & Co. auch das erledigen.
Ich habe es selbst in den letzten Tagen mal ausprobiert, und nach anfänglichen Geschwindigkeitsproblemem ließ sich dann damit sogar richtig gut surfen - zwar immer noch langsamer als unverschlüsselt, klar, aber es ging. Für den anonymen Surfspaß zwischendurch ist es also durchaus gegeignet.
Hierfür kann ich übrigens die Installation des "Tor & Privoxy & TorCP Paket" empfehlen, sowie den Torbutton, ein Plugin für Firefox, dass den Proxy per Mausklick ein- oder ausschaltet. Beides ist in 2 Minuten ohne Neustartt installiert und funktioniert sofort, ohne irgendetwas konfigurieren zu müssen.