Fordert James Shikawi, seines Zeichens Globalisierungsanhänger. Mit ihm hat der Spiegel ein interessantes Interview geführt, was es zu lesen lohnt. Das refinanziert durch einen kompletten Schuldenerlass (ich kenne das Verhältnis aktuell nicht) könnte doch eine tatsächliche Chance für die Menschen auf dem Kontinent sein.

Beim Lesen sind mir übrigens einige Parallelen zu deutschen Missständen aufgefallen ... mehr Eigenverantwortlichkeit täte unserem Land nämlich auch nicht schlecht. Natürlich auf einem anderen "Niveau".

Kommentare

#1 Andreas schrieb am Dienstag, 5. Juli 2005 10:14:00:
> mehr Eigenverantwortlichkeit täte unserem Land nämlich auch nicht schlecht.

Du meinst, der Kuchen ist nicht gross genug, da soll nur noch der ran dürfen, der ein paar andere Aussticht?

Das ist nämlich die Wahrheit hinter dem liberalem: "Jeder hat die gleiche Chance."

Ich probiere es mal ausführlicher; kennst du die Geschichte vom toten Pferd? ( http://www.venezia.ch/html/humor__das_reiten_totel_pferde.html )

Mehr Eigentverantwortlichkeit ist so ein totes Pferd. Herr Harz hatte da nämlich tatsächlich ein paar gute Ideen die auch viele in "Not" geratene Mitbürger nutzten. Nur sind dadurch nicht mehr Arbeitsplätze entstanden. Welchen Punkt der Liste schlägt der Herr (ich meine dich) nun vor?
#2 Thomas schrieb am Dienstag, 5. Juli 2005 11:36:00:
"Wir verdoppeln die Futterration."

Und zwar einmalig, für alljene, die einen Weg aus der Arbeitslosigkeit erfolgreich selbst gehen oder selbigen anbieten. Zum Beispiel.

Ich finde "Fordern und Fördern" nach wie vor ganz gut ... mal ein Beispiel aus der Praxis:

Bei uns im Haus sitzt ein kleines mittelständisches Handwerksunternehmen (Heizung/Sanitär-Branche). Denen geht es gut, die Auftragsbücher sind voll, eigentlich platzen sie bald aus allen Nähten. Aus diesem Grund suchen sie seit Monaten nach qualifizierten Monteuren, bei für die Region imho sehr guter Bezahlung.

Meinst du die finden jemanden? Fehlanzeige ... nach Meinung des Personalverantwortlichen bequemen sich die Leute einfach nicht genug, sondern ruhen sich auf dem aus, was ihnen der Staat bietet, anstatt sich die Finger schmutzig zu machen (natürlich im wahrsten Sinn des Wortes in diesem Fall).

Natürlich muss man das alles aus vielfältigen Winkeln betrachten, ich will hier auch keine schwarz/weiß Diskussion anfangen.
#3 Andreas schrieb am Dienstag, 5. Juli 2005 11:41:00:
Schon mal ein totes Pferd essen sehen?

Ich habe mal ein paar Links ausgegraben die das Thema im grösserem Rahmen beleuchten:

Hier erst mal die Wirtschaftsweisen, bekannt dafür, ständig das Ende der Krise herbeiprophezeiung zu wollen:
http://www.welt.de/data/2005/06/30/739122.html

Und hier die Auseinandersetzung mit den Forderungen von jemandem, der noch mit beiden Beinen auf der Erde steht:
http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/14038Totaldurchgeknallt.html
http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/14039VersammelterUnverstand.html

Viel Spass bei der Arbeit ;-)
#4 Thomas schrieb am Dienstag, 5. Juli 2005 11:52:00:
Andreas, du verlinkst immmer so ellenlanges Zeug, das kann ich beim besten Willen nicht lesen ... aber vielleicht später, ich arbeite jetzt erstmal wieder was ;)

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