Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts stellt der weiße amerikanische Arzt Blalock den schwarzen Vivien Thomas als Hausmeister ein. Innerhalb weniger Jahre studiert der Hausmeister als Autodidakt Medizin und wird schnell zum unverzichtbaren Assistenten von Blalock, bald sogar zum gleichberechtigten Partner. Zusammen entwickeln Sie Lösungen für damals noch unerforschte Probleme und Krankheiten, z.B. die Behandlung des Traumschocks oder des Blue-Baby-Syndroms, sie führen zusammen die erste Herzoperation überhaupt durch, und das am Herzen eines Babys.

Der Film erzählt die wahre Geschichte dieser beiden Menschen in bewegenden Bildern und ist mit hervorragenden Schauspielern besetzt. Die Geschichte selbst geht dabei immer wieder unter die Haut, wenn auch vieles sicherlich zu kurz kommt, die Zeitspanne von der der Film erzählt, erstreckt sich über weit über 30 Jahre.

Hochachtung verdient Vivien Thomas, der als schwarzer Tischler ohne Aussicht auf sein Medizinstudium allen Widrigkeiten trotzt und das Establishment gehörig auf den Kopf stellt. Der "billige Neger", der aus Sicht seiner Kollegen mit Dr.-Titel eigentlich nicht zu mehr als zum Kaffeeholen wert ist, schafft es, sich durchzusetzen. Auch wenn die Anerkennung in Form der Ehrendoktorwürde erst spät kommt, aber sie kommt.

Insgesamt eine mehr als bewegende Geschichte über 2 große Persönlichkeiten des letzten Jahrhunderts, die sich so wohl tatsächlich abgespielt hat. Für mich so beeindruckend, dass ich mir Thomas' Autobiografie bestellt habe - ich bin gespannt.

Fazit: uneingeschränkt sehenswert.

Dein Kommentar