Mir brennt es förmlich unter den Nägeln, deswegen muss ich das mal kurz loswerden:

Jetzt setzen wir sogar schon ewig alte Opern ab, aus Angst, fundamentale Islamisten könnten Anstoß daran nehmen, dass der abgeschlagene Kopf ihres Propheten am Ende des Stückes neben denen von Jesus und Buddha liegt.

Meine Meinung dazu? Es reicht!

Kommentare

#1 GENiALi schrieb am Mittwoch, 27. September 2006 08:10:00:
Das unterschreibe ich.
Die erreichen noch was andere nicht erreicht haben. :-(
#2 deedee schrieb am Mittwoch, 27. September 2006 18:54:00:
Kunst ist Kunst und sollte frei sein... Sorry aber der Islam ist und sollte hier in Deutschland nicht zur alles bestimmenden Religion werden. Toleranz schön und gut aber deswegen die heimische Kultur zu zensieren geht zu weit. Wer daran Anstoss nimmt braucht es sich ja nicht anzusehen. Als ob sich in inslamischen Ländern irgendjemand Gedanken darum machen würde, ob er die Gefühle von anderen Religionen verletzt. Die beste "Waffe" die wir nach wie vor gegen diese radikale Missionierung haben ist alles nicht so ernst zu nehmen. Die gerade laufenden Bemühungen den Islam weiter anzuerkennen und teilweise in den Schulen mit auf den Lehrplan zu nehmen usw. sind Schritte in die falsche Richtung. Toleranz/Duldung ja, Förderung nein. Religionen die den Menschen unfrei machen, anstatt dazu beizutragen sich zu selbstverantwortlichen, mitfühlenden und freien Wesen zu entwickeln sollten in einer modernen Gesellschaft langsam an Bedeutung verlieren....
#3 Hans Pickelmann schrieb am Freitag, 29. September 2006 18:09:00:
Aber Hallo Deedee - das lässt ja tief blicken...

ich will mal gemäßigt auf diesen, die „heimische Kultur“ verteidigenden, Kommentar reagieren - auch wenn dies hier den eigentlichen Rahmen sprengt:

"...Sorry aber der Islam ist und sollte hier in Deutschland nicht zur alles bestimmenden Religion werden. Toleranz schön und gut aber deswegen die heimische Kultur zu zensieren geht zu weit..."

Religionen stehen jedem Versuch die Welt mit Vernunft zu erklären feindselig gegenüber.
Wenn alles Gottes Wille ist oder nur durch "Erleuchtung" (der Ausstiegsklausel aus dem Reinkarnationskreislauf im Buddhismus - bei Verfehlungen geht’s ja wieder back in den Kreislauf) erreicht werden kann, dann sind einer vernünftigen Analyse Grenzen gesetzt und widersprechen der Grundidee einer modernen und säkularen Gesellschaft.


"...Die gerade laufenden Bemühungen den Islam weiter anzuerkennen und teilweise in den Schulen mit auf den Lehrplan zu nehmen usw. sind Schritte in die falsche Richtung..."

Haaa!? warum? - check ich’s noch - irgendwelche Ängste vor dem "bösen Islam" oder was?
Religionen sind in unserer Gesellschaft (leider) eine Tatsache die es anzuerkennen gibt. Menschen suchen in der heutigen Zeit aus diversen Gründen wieder mehr Zuflucht in der Transzendenz. Und hier ist dann natürlich die Gesellschaft/der Staat als einzig demokratisch legitimierte Organisationsform gefordert, diesem "Treiben" einer Kontrolle im Sinne der emanzipierten Zivilgesellschaft zu unterwerfen. Dies kann sehr gut in Form des Religionsunterrichts stattfinden. Hat sich ja bei den christlichen Religionen auch bewährt.
So hat die Gesellschaft eine gute Möglichkeit eine menschenfeindliche Auslegung der jeweiligen Religion zu prüfen und kann dann von Fall zu Fall Gegenmaßnahmen ergreifen. Somit meine ich wird dem Wildwuchs der obskuren Religionszirkel eher das Wasser abgegraben werden, als dass man sie in irgendwelchen Hinterhöfen agieren lässt.

"...Toleranz/Duldung ja, Förderung nein..."
Es ist nichts zu dulden, was nicht mit den universellen Menschenrechten vereinbar ist!!!
auch nicht wenn es irgendwelchen pseudo-religiösen Traditionen entspringt, z. B. Beschneidung.

"...Religionen die den Menschen unfrei machen, anstatt dazu beizutragen sich zu selbstverantwortlichen, mitfühlenden und freien Wesen zu entwickeln sollten in einer modernen Gesellschaft langsam an Bedeutung verlieren...."
Siehe oben
Würde sagen, dies ist eine den Religionen innewohnende Eigenschaft und hat nichts mit dem Islam alleine zu tun. Diese Eigenschaft findet nur aufgrund der Instrumentalisierung und Fehlinterpretation des Islams durch den politischen Islam zurzeit in unseren Köpfen diese Beachtung.

...und zu guter letzt würde es mich natürlich auf freuen wenn es nach dem Tode irgendwie weiter geht und es eine lustige Veranstaltung mit "open end" wird oder so...
soviel zumeiner "verteckten und etwas verkürzten" Religionskritik...

...nichts für ungut ;-)
Hans

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