Nach dieser knapp 10-minütigen Demo macht sich bei mir ein Anflug von Begeisterung bemerkbar:

Bis ich mich näher damit beschäftigt habe, war ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass die Offline-Nutzung eines Computers elementar wichtig ist. Aber bei näherer Überlegung, auch über das eigene Verhalten, kann ich die Argumentation von Google nachvollziehen. Was mache ich z.B. mit meinem Notebook im Zug, wenn ich nicht online komme? Meist klappe ich es zu und lese Zeitung.

Heißt: für sehr, sehr viele Anwendungsfälle und noch mehr Menschen wird dieses System eine sehr gute Alternative zu Windows und Mac OS darstellen. Denn viele Menschen nutzen den Computer, anders als ich oder du, ausschließlich um online zu shoppen, Nachrichten zu lesen, zu spielen und sich zu vernetzen. Das heißt diese Menschen nutzen nicht bewusst einen PC sondern das Internet. Die Kiste mit dem Monitor ist nur noch Mittel zum zweck.

Google hat das erkannt. Was sie heute nun präsentiert haben, ist keine Revolution. All das kann man im Grunde auch heute schon haben. Aber es ist eine logische Konsequenz aus dieser Erkenntnis, ein Stück Evolution.

Natürlich bleibt abzuwarten, was das fertige System wirklich zu leisten vermag. Auch bleiben Fragen rund um Sicherheit und Datenschutz zu klären. Aber für den ersten Eindruck ist es schon ziemlich stark, was Google da abliefert. Und man reibt sich einmal mehr verwundert die Augen, was diese Firma aus unserer Welt zu machen vermag (hätte Altavista das Angebot der beiden Gründer angenommen, den Algorithmus zu kaufen, würden wir vermutlich heute noch über Banner-bepflasterte, schlechte Suchmaschinen im Netz rumstolpern ...)

P.s.: Man achte bei Minute 7 etwa darauf, was passiert, wenn man ein Excel-Sheet öffnet ...

Kommentare

#1 TOM_MUE schrieb am Donnerstag, 19. November 2009 22:38:00:
Servus,

ich finde Chrome OS super! Nicht weil es einen Mehrwert für mich bringt. Nicht im Moment! Aber es ist gut wenn durch solche Ideen der Markt etwas aufgerüttelt wird. Zweitens, und hier denke ich, reibt sich MS schon die Hände, ist dieses Chrome OS vielleicht sogar eine super Plattform für Silverlight. Warum nicht?! Und Silverlight ist einfach geil. Ich weiß nicht ob MS Ähnliches schon in der Hinterhand hat. Windows Azure und Silverlight sind dafür aber gute Vorboten (meiner Meinung nach). Aber auch wenn nicht wird MS sicher Chrome OS sehr genau beobachten und auch darauf reagieren. Hoffen wir nur mit etwas gut funktionierenden das für jeden User einen Mehrwert bringt. Auch wenn ich im Moment Windows 7 MAC OS X vorziehe bin ich mir sicher, das Betriebssysteme wie Windows aussterbende Dinosaurier sind.
Gruß
TOM_MUE
#2 Thomas schrieb am Mittwoch, 25. November 2009 00:20:00:
Mit den aussterbenden Dinosauriern bin ich mir nicht so sicher, denn einerseits sind die Anbindungen ans Netz den zu verwaltenden Daten heute noch lange nicht gewachsen (Wie groß ist deine Musikbibliothek, wie viele Fotos oder gar Videos hast du auf dem Rechner?), andererseits wird es Daten geben, die ich niemals im Zugriff eines dem Markt und politischen Kräften ausgesetzten Unternehmens wissen will, siehe dazu auch

http://www.damaschke.de/notizen/index.php/chrome-os-oder-die-ruckkehr-des-dumb-terminals/

Aber die Zukunft ist es zweifelsohne. Vielleicht ist mein Blog in 5 Jahren noch online und wir stoßen beide hierauf, mal sehen was es dann zu sagen gibt ;-).
#3 Johannes schrieb am Mittwoch, 25. November 2009 00:45:00:
Naja, also meine Begeisterung für ChromeOS hält sich in Grenzen. Ich sehe auch heute Google nicht als Seriösen Geschäftspartner an, so genaial die Apps auch sind. Vertrauen erwecken all die Gratis / Beta dienste in meinen Augen nicht, will ich bei so jemanden all meine Daten speichern? Also ich nicht!

Ich bin eurer Meinung es wird leider die Zukunft, ist ja auch praktisch nichts mehr installieren, nichts was mein System zerschießt. Alles einfacher.

Also ich werde es schon aus Grundsatz boykottieren
#4 Thomas goes .NET schrieb am Donnerstag, 28. Januar 2010 00:53:00:
Es ist da und es heißt wie erwartet: iPad. Apples neuestes Wundergerät in Form eines Tablet-Computers. Nach einer beispiellosen Marketingaktion, in der es dem Konzern aus Cupertino ausreichte hin und wieder gezielt ein paar Informationen nach außen t ...

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