Ich hatte es ja die ganze Zeit vor dem Kauf der SSD für meinen Desktop-Rechner befürchtet - einmal angesteckt, könne ich nicht mehr auf herkömmlichen Festplatten arbeiten. So kam es jetzt, mit etwas Verzögerung auch, gestern wurde meine zweite OCZ Vertex für mein MacBook geliefert :-).

(Mehr zur Performance in einem eigenen Post)

Anlass für eine Neuinstallation, da ich etwas Ballast in Form von überflüssigen Systemdateien wie Drucker-Treibern, Sprachpaketen usw. abwerfen wollte (die Sprachpakete, die es mit Windows übrigens nur in der teuersten Ultimate-Version gibt). Ich stellte mich auf eine Installationsorgie von mehreren Stunden ein, wurde dann aber nach Abschluss der Installation vom Migrationsassistenten überrascht. Ich klickte ihn erstmal weg, installierte alle Updates und als das System flüssig lief, startete ich ihn dann doch nochmal.

Mit dem Tool lassen sich alle, wirklich alle relevanten Teile des Systems von der alten auf die neue Platte (oder von einem anderen auf den neuen Rechner bzw. von einem TimeMachine-Backup auf die neue Installation) transferieren. Dabei werden nicht nur die eigenen Dateien im Benutzerordner übertragen, wie es auch Windows kann, sondern auch alle Systemsteinstellungen wie beispielsweise die W-LAN-Verbindungen, VPN-Verbindungen und, jetzt wird's spannend, auch alle Programme.

Unter Windows, Registry und 20-jährigen Altlasten sei Dank, ein Ding der Unmöglichkeit, klappte das unter OSX prima. Gut, ein paar Sachen wie beispielsweise die Parallels-Installation musste ich reparieren und die Adobe-Air-Anwendung TweetDeck ging auch nach mehrmaliger Neuinstallation und sauberer Deinstallation mit AppTrap gar nicht mehr. Aber alle anderen Applikationen laufen weiterhin und haben auch 1:1 alle Einstellungen übernommen (Firefox seine AddIns und Bookmarks, Thunderbird die gesendeten Posts ans Usenet, Entourage alle IMAP- und Exchange-Konten, iTunes alle Musik usw.).

Kein Vergleich mit Windows, was ich seit Version 7, die nun übrigens fertig ist, auch wieder sehr schätze. Vielleicht schafft es aber Microsoft auch irgendwann einmal auf dieses Level zu kommen, auch wenn bis dahin sicher einige lange alte Zöpfe sehr schmerzhaft abgeschnitten werden müssen.

Ich bin sehr positiv überrascht :-).

Kommentare

#1 Robert Mühsig schrieb am Freitag, 24. Juli 2009 11:56:00:
Wenn aber alle Daten gespeichert werden und quasi bei der Neuinstallation wieder übernommen werden, hat man dann nicht auch wieder die Altlasten mitgeschleppt?
#2 Thomas goes .NET schrieb am Freitag, 24. Juli 2009 12:02:00:
Seit gestern Abend werkelt nun also in meinem Alu-MacBook (2,4 GHz Core 2 Duo, 4 GB RAM) genau wie in meinem Desktop eine Solid State Disk von OCZ, namentlich die Vertex mit 120 Gigabyte.
Das ist zwar nach wie vor ein sehr teures Vergnügen, aber all ...
#3 Thomas schrieb am Freitag, 24. Juli 2009 12:04:00:
@Robert: natürlich hast du dann auch Altlasten mitgeschleppt, geht ja gar nicht anders. Aber ich hab damit kein Problem, die Installation stammt vom Dezember und bis jetzt hatte ich keinerlei Verschlechterung (Performance, Abstürze usw.) festgestellt.

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