Eine treffendere Zusammenfassung kann man über die derzeitige Situation in Deutschland kaum schreiben, als es Lorenz Maroldt in seinem Artikel "Peng, du bist tot!" für den Tagesspiegel getan hat.
In diesem Jahr stehen eine Menge Wahlen an, unter anderem die Wahl zum Europaparlament und zum Bundestag, wovon zumindest letztere für die deutsche Innenpolitik Bedeutung hat. Leider ergibt sich aus dem Einheitsbrei der fünf relevanten politischen Parteien aber keine Alternative zur derzeitigen verfassungs- und bürgerfeindlichen Politik der großen Koalition. Eher im Gegenteil - ob FDP oder Grüne, man darf davon ausgehen, dass diese, sofern sie eine Koalition bilden sollten, dieses Themengebiet zugunsten ihrer eigentlichen Kernthemen opfern werden. Und die Linke? Tja, die ist, sofern man sie persönlich überhaupt für grundsätzlich wählbar hielte, dann doch nicht wählbar, weil mit sich selbst beschäftigt und auf dem besten Weg auf den Parteien-Friedhof.
So bleibt, trotz der Gelegenheit als Souverän des Staates entscheiden zu können, nichts als ein Gefühl der Machtlosigkeit - ein Eindruck, sich bei seinen Kreuzen nur zwischen Pest und Cholera entscheiden zu können.
Zeit für eine Neuauflage der außerparalamentarischen Opposition.