Wochenlang habe ich das internationale Finanzmarkt-Domino-Spiel nur am Rande verfolgt und ehrlich gesagt nicht so richtig für voll genommen - ein paar Banken pleite, die Mehrzahl von den Staaten aufgefangen, so what. Da hat es mich dann schon eher genervt, dass bei uns die IKB von unseren Steuergeldern in Höhe von gut 10 Milliarden gerettet wurde, um sie im Anschluss für ein paar hundert Millionen zu verscheuern. Natürlich ohne öffentliche Aufregung. Und wir diskutieren hier über Rentenerhöhungen, Bildungsmisere, fehlender Kindergärten oder Staatsverschuldung. Aber trotzdem: so what, business as usual.
Langsam kommen die Einschläge aber näher, wie man liest ist Island kurz vorm Staatsbankrott, der Turbo-Kapitalismus amerikanischer Prägung ist ohne jede Frage am Ende, in England werden Banken nun in großem Stil verstaatlicht, durch die Lehman-Pleite haben nicht nur Großanleger wie Kirchen (...) sondern auch tausende deutsche Kleinanleger richtig massiv Geld versenkt und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis es auch in Europa richtig explodiert.
Ich selbst bin derzeit genauso ratlos wie andere, was meine eigenen Groschen angeht, wobei sich die Ratlosigkeit allmählich mit erhöhter Nervosität paart.
Das Cover oben ist übrigens ein Fake, aber es könnte gut passen.