Die bayerischen Behörden haben offensichtlich - illegal - genau wie ihre Kollegen aus Österreich eine wie auch immer geartete Lücke in Skype genutzt, um einen sogenannten "Bayerntrojaner" zu bauen und einzusetzen. Das wurde im Januar bekannt, als ein couragierter Behördenmitarbeiter diese Info nach außen gab.

Natürlich war hier bis heute viel Spekulation dabei, allerdings erübrigt sich das gerade. Denn wie zu lesen ist, gab es am Freitag eine Hausdurchsuchung beim Sprecher dieser Partei.

"Die bayerischen Behörden haben ohne jede gesetzliche Grundlage an einem Trojaner gearbeitet und versuchen jetzt, die Kritiker mundtot zu machen", sagte Strafrechtler Udo Vetter der FR"

Ich hoffe, dass sich das zu einem handfesten Skandal in der Öffentlichkeit entwickelt.

Mehr bei Golem und Frankfurter Rundschau.

Kommentare

#1 Martin schrieb am Donnerstag, 18. September 2008 14:31:00:
Das mit dem Skandal wäre eigentlich berechtigt, aber da fast 60% dem Slogan "Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten" aufgesessen sind, wird das wohl kaum passieren? War das bei der bundesweiten Online-Durchsuchung nicht genauso: Illegal und heimlich durchgeführt > erwischt > großzügig Einstellung verkündet > Gesetze "angepasst" > keine Konsequenzen.
#2 Jürgen Gutsch schrieb am Donnerstag, 18. September 2008 15:34:00:
Man, wie ich dieses Alpenvölkchen liebe...

Es sieht auch irgendwie so aus, als wollen die großen Onlinemagazine nicht darüber berichten. Ohne Berichte => kein Skandal. Wenige Berichte => kaum Skandal.

Dein Kommentar