Eric Schmidt äußert sich im Interview mit Holger Schmidt zur näheren Zukunft des Internets und damit auch unseres "Digital Lifes".
Ich fasse mal zusammen:
- Mobile Computung wird richtig kommen und das "PC-Web" was wir heute kennen abhängen, sagt er. In Asien ist das ja jetzt schon der Fall, lediglich in den Staaten und bei uns hat sich das Ganze ob unzureichender Endgeräte und Software bis heute nicht richtig durchgesetzt. Wenn ich an meinen PDA mit Windows Mobile 5 denke wird mir ganz schwummrig. Erst Apple hat den Stein mit dem Safari auf dem iPhone nun ins Rollen gebracht, Google wird mit Android hinterher ziehen - die anderen Big Player (Nokia, Microsoft, BlackBerry) irgendwann gezwungenermaßen auch.
- "Cloud Computing" wird den Desktop-PC wie wir ihn heute kennen ablösen. Davon spricht man bei SUN schon seit 10 Jahren, jetzt wird es aber langsam konkrete. Auf gut Deutsch: man nutzt einfach die scheinbar unendlichen Rechen- und Speicher-Ressourcen Dritter. Im Moment z.B. schon von Amazon.
- Die Suchergebnisse werden noch besser, und überhaupt wird alles viel vernetzter und im gleichen Atemzug globaler aber auch lokalisierter. Ein riesen Ansatz ist hier das Ding mit den Karten. Vor ein paar Jahren wusste kein Mensch was die Spielerei mit Google Maps soll, heute muss man sich für derartige Gedanken eigentlich 3x auf den Kopf schlagen.
- ... selbst lesen.
Die Personalie Eric Schmidt finde ich im Übrigen immer wieder faszinierend, holten sich die beiden Google-Gründer den Mann seinerzeit ja mit ins Boot um einerseits die Investoren zufrieden zu stellen, deren Ruf nach einem professionellen Manager für das Unternehmen sie folgen mussten, andererseits um mit ihm eine Art Marionette zu installieren - denn sie behielten zu jeder Zeit die letzte Entscheidungsgewalt bei sich. Zumindest wenn man dem Buch "Die Google Story" glauben darf. Und trotzdem ist er bis heute, und laut eigener Abmachung noch mindestens bis 2024 mit im Boot. Aber das nur am Rande.