Ich hatte die Tage das Vergnügen einmal tief in die Mottenkiste greifen zu dürfen - es galt ein kleines ASP.NET-Projekt umzusetzen. Das Problem: auf dem Server läuft nur .NET 1.1, also musste das Ganze wohl oder übel auch mit Visual Studio 2003 entwickelt werden.
Noch vor 3 Jahren habe ich mit nichts anderem gearbeitet, bis ich dann Mitte 2005 (relativ früh) auf .NET 2.0, anfangs noch Beta, umgestiegen bin. Wobei die Arbeit an laufenden Projekten mit 1.1 noch bis 2006 weiterlief.
Es war wie ein Kulturschock: kein vernünftiges Syntaxhighlighting, ein mieserabler HTML-Editor, verkrüppeltes IntelliSense, hässliche und schlecht gestaltete Menüs. Fast wie ganz früher, als man noch ganz ohne IntelliSense einfach in den Editor gehackt hat, und dann nur hoffen konnte, dass man das Trial&Error-Spiel gewinnt (ja auch diese Zeit habe ich noch erlebt ;-)).
Aber das alleine war noch gar nicht der ganze Spaß - denn bevor es überhaupt losgehen konnte musste ich erstmal wieder Windows XP installieren, denn Visual Studio 2003 läuft nicht unter Vista - schlecht, wenn man nur noch Vista-Rechner besitzt :-). Aber dazu gibt es ja Virtual PC & Co. - und dank modernem Dual-Core-Prozessor und ausreichend Speicher kann man damit heutzutage auch wirklich flott arbeiten.
Das Deployment war dann ebenfalls interessant - denn wie war das, unter 64bit gibt's ebenfalls keinen .NET-1.1-Support.
Kaum zu glauben, dass das alles eigentlich gerade mal 2,5 Jahre her ist (seit 2.0 gelauncht wurde).