Gerade lief eine ziemlich interessante Dokumentation in der ARD, Titel: Rentenangst - Der Kampf um die Altersversorgung.

Inhalt: wir werden alle seit Jahren (Jahrzehnten) von gekauften Märchenerzählern verarscht. Dabei werden (wurden) uns die Geschichten von der unsicheren gesetzlichen Rente und dem Heil der privaten Altersvorsorge solange vorgekaut, bis wir sie schießlich glaub(t)en.

Und diese (wohl unwahre) Geschichte ist die, die heute schon jedes Kind kennt: wir werden immer älter, es werden immer weniger Menschen arbeiten, die heutige Rente wird unfinanzierbar.

Irreführend - so die Kernaussage des Films, weil vor allem eines vergessen wird: die Produktivitätssteigerung. Das heißt dass es in Zukunft (und auch in den letzten 100 Jahren bereits!) immer weniger Menschen benötigt, die mit immer höherer Produktivität die benötigten Ressourcen aufbringen können.

Als Märchenerzähler im Visier unter anderem keine geringeren als die Herren Riester und Rürup, die unter Rot-Grün neben Hartz die wohl schillerndsten Namen der "Agenda" waren. Und tatsächlich (auch) die Interessen einer gewissen finanzwirtschaftlichen Lobby vertreten.

Ich hoffe der Film tritt eine entsprechende Debatte in der Öffentlichkeit los, die uns die Dinge in Zukunft etwas besser bewerten lässt. Ich bin jedenfalls gespannt.

Kommentare

#1 Hanfeld schrieb am Montag, 7. April 2008 18:12:00:
Wer die Dokumentation "Rentenangst" noch nicht gesehen hat, der kann das sofort nachholen:
http://www.yigg.de/1453972

Dein Kommentar