Eigentlich dürfte mich bei unserem ranghöchsten Verfassungsfeind nichts mehr wundern. Aber aufregen darf ich mich noch.

"Diejenigen, die sagen, Guantanamo ist nicht die richtige Lösung, müssen bereit sein, darüber nachzudenken was die bessere Lösung ist. Denn allein mit der Kritik ist kein Problem gelöst."

So wie ich das einschätze ist das einmal mehr eine gezielte Provokation, ein Grenzübertritt sozusagen, um auszuloten wie weit er gehen kann.

Es gab ja unter Schily z.B. schon Gedankenspiele die wachsende Anzahl an afrikanischen Flüchtlingen in Lagern in Afrika zurückzuhalten. Man muss nicht viel Fantasie haben, um sich auszumalen, für was solche Lager nebenbei benutzt würden ... es ist also gar nicht so theoretisch alles.

Trotzdem kann man davon ausgehen, dass sich die Empörung in der Öffentlichkeit auch hier auf ein paar Journalisten und Blogger beschränken wird - mit den "gemeinen" Deutschen kann man ja seit Jahren machen, was man will - die nehmen alles hin.

Btw. - ein kleines Gedankenspiel: einzige sichtbare innenpolitische Lösung für dieses Problem wäre 2009 die Wahl der Ampel: die SPD muss sich links profilieren, die Grünen haben sich auf dem letzten Parteitag zu Verfassungsschützern gemacht und die FDP besteht zwar aus einem Haufen Opportunisten vor dem Herrn, aber sie hat sich zumindest die Freiheit auf ihre Fahnen geschrieben. Wenn es also im Ansatz eine politische Konstellation gibt, die noch einen Funken Hoffnung verspricht, dann diese. Zumindest wenn das Innenresort nicht bei der SPD landet.

Via mrtopf.de

Kommentare

#1 Manuel schrieb am Dienstag, 4. Dezember 2007 10:27:00:
da kann man geteilter auffassung sein ...
#2 Thomas schrieb am Dienstag, 4. Dezember 2007 10:37:00:
Bei was? Bei der Ampel?
#3 Manuel schrieb am Dienstag, 4. Dezember 2007 14:51:00:
das die fdp (momentan) n haufen opportunisten ist. ist in meinen augen momentan die einzige partei die nicht dem populismus verfällt und am wenigsten von ihren standpunkten abweicht.
#4 Thomas schrieb am Dienstag, 4. Dezember 2007 17:08:00:
Ja stimmt, mit dem Anti-Populisten Westerwelle vorne weg ...

:-D

Mag ansonsten vielleicht sogar stimmen, aber in der Opposition tut man sich immer leichter die Wählerschaft und Basis zu befriedigen. Spätestens wenn es dann auf die Wahl in 1,5 Jahren zugeht, wird sich das wieder stark verwässern, da wette ich drauf. Sind halt alles Macht- und Instinktpolitiker ohne Weitblick und meistens auch ohne feste Prinzipien.
#5 manuel schrieb am Mittwoch, 5. Dezember 2007 00:03:00:
da muss ich dir leider zustimmen. wenns um macht geht fallen die politiker ja leider reihenweise um und weichen von ihren prinzipien ab. ich hoffe das passiert der fdp 2009 mal nicht.

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