Notebooks wurden und werden seit bestimmt gut zwei Jahren mit Hardware-Architekturen gebaut und verkauft, die in den allermeisten Fällen bis zu 4 Gigabyte Arbeitsspeicher zulassen. Das wird dem Käufer zumindest erzählt. Meistens sind nur 512 MB bis 2 GB verbaut, aber aufrüstbar sind die meisten angeblich bis zu 4 GB.

Bisher reichten mir die 2 GB auch - allerdings fand ich die Verwendung von Vista als 64bit-Version ganz interessant. Und da ein 64bit-OS auch mehr als 3,5 GB adressieren kann, habe ich den aktuellen Preisverfall genutzt und mir spontan 4 GB reingesteckt.

Was ich hätte bleiben lassen können. Im Bios noch als 4 erkannt, war mit Windows dann plötzlich Schluss mit lustig. 3070 MB - mehr war nicht rauszuholen.

Der Hersteller meines Geräts gibt, da habe ich mich nicht getäuscht, offiziell im Datenblatt und auch noch einmal gesondert "up to 4 GB" an. Um auf Nummer Sicher zu gehen habe ich dann auch nochmal die Hotline bemüht - Aussage: muss funktionieren, wenn nicht ist Microsoft schuld.

Aufklärung brachte dann folgendes Posting in einem Forum:

"Maximum memory capacity may require the replacement of standard component with largest supported component available. On ThinkPad systems with an Intel 945GM, 945PM, GM965, or PM965 chipset, even though it is possible to physically install 4GB of memory, the actual amount of memory addressable by an operating system will be limited to 3GB. This limitation does not exist with the Intel GM965 and PM965 with the 64-bit operating systems Windows XP Professional 64-bit and Windows Vista 64-bit Editions."

Auf Deutsch: es ist abhängig vom verwendeten Chipsatz. Da meins einen aus der ersten Auflistung enthält, war der Ofen damit aus.

Das betrifft übrigens nicht nur IBM/Lenovo, sondern z.B. auch HP, die hier ebenfalls bewusst oder unbewusst mit falschen Aussagen werben.

Am Ende des Tages hatte ich dann 3x Windows neu installiert (schlussendlich bin ich jetzt bei 3 GB + 32bit hängen geblieben), was sowieso ganz gut passte, weil wir parallel noch zusammen mit dem Support von Linksys daran gescheitert sind, einen VPN-Zugang von einem Vista-Client zu einem Linksys-Router herzustellen. Damit war der Tag dann mal so richtig für die Tonne - weil einfach nichts hingehauen hat.

Vom grausamen Fußballspiel, was ihn noch hätte retten können, schreibe ich jetzt mal lieber nichts ... obwohl: ohne England fahr'n wir zur EM ... haha ;-)

Kommentare

#1 Karsten schrieb am Donnerstag, 22. November 2007 11:50:00:
Ist bei meinem MacBook genau so. Ab dem Santa-Rosa-Chipsatz (das müssten die 965er sein), gehen auch 4 GB. Und das liegt man ganz definitiv nicht am OS - das OS X erkennt auch nur 3 GB.
#2 Sven schrieb am Donnerstag, 22. November 2007 14:29:00:
Ein 32-bit System kann normalerweise nur 4 GB adressieren. Die Speicherbereiche für die SharedMemory-GraKa und für PCI-Karten müssen auch irgendwo abgelegt werden, und so bleiben im Optimalfall nur noch 3 GB übrig.

Auf einem T61 funktioniert Vista x64 mit 4 GB übrigens problemlos.
#3 Thomas schrieb am Donnerstag, 22. November 2007 14:49:00:
Das 32-Bit-Systeme 4GB normalerweise nicht unterstützen ist klar, wobei es auch hier Ausnahmen gibt (siehe Windows Server 2003). Und im Normalfall sind dann immer noch ~ 3,5 GB verfügbar.

Das T61 hat einen neueren Chipsatz, deswegen funktioniert es da.

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