"Sollte jemand aus der Microsoft-Zentrale in Redmond mitlesen, eine Frage: Hat Steve Ballmer schon seine Büromöbel zerlegt?"

Gestellt von Thomas Knüwer, der auch die entsprechenden Hintergründe parat hat. Es geht um OpenSocial, dem gewieften Konter, den Google in dieser Woche Microsoft entgegen gesetzt hat, nachdem man in Redmond fast eine viertel Milliarde Dollar für eine Witzbeteiligung an Facebook ausgegeben hat.

Was ich bei der Sache aus technischer Sicht interessant finde, ist vor allem die Ernsthaftigkeit und vor allem das (finanzielle) Gewicht, was hiermit nun das, was man früher Scripting nannte, bekommt. D.h. das Anbinden von X and Y auf einer Webseite mit Hilfe von vorrangig JavaScript, vor nicht all zu langer Zeit noch totgesagt, hat nun den Ritterschlag erhalten. Worauf ich hinaus will: richtige "Software" ist von der Definition her nun also nicht mehr nur das, was auf dem Destkop läuft, sondern - eigentlich schon seit Ajax boomt - auch und vor allem immer mehr das, was sich innerhalb der Webbrowser abspielt.

Damit verlieren die Betriebsysteme zunehmend an Bedeutung. Und Google gewinnt an Macht.

So, jetzt lassen wir ihn aber noch zu seinem Auftritt kommen:

Kommentare

#1 Robert schrieb am Sonntag, 4. November 2007 22:22:00:
Naja Microsoft hat nicht die Technik gekauft, sondern den Marktanteil und der ist gewaltig.

Zurzeit sieht Microsoft wohl einen riesen Wachstumsmarkt in Werbung. (So wie google, die ja Double Click für 3.1Mrd gekauft hat). Und Werbung zu verkaufen, braucht es im Web Besucher. (Die vielleicht sogar ein paar hundert tausend Zeilen Facebook Code, stellen so keinen (hohen) Wert dar)
#2 Thomas schrieb am Montag, 5. November 2007 00:16:00:
Das Microsoft nicht die Technik gekauft hat ist mir klar, warum sollten sie das bei ihren Ressourcen auch tun. Das habe ich auch nicht geschrieben, es ging allgemein eher um die steigende Bedeutung einer ehemals belächelten Scriptsprache, die nur in Browsern läuft. Dass nun sowohl Browser als Umgebungen als auch die Scriptsprache immer wichtiger werden, ist quasi Ironie der Geschichte.

Zu Facebook: es gibt einige Abhandlungen zu den dort zu erzielenden Klick, Conversion- usw. Rates, die sind beschissen, um es vorsichtig auszudrücken. Reichweite hat sich MS damit zweifelsohne eingekauft, aber ob sie damit als Werbeplattform glücklich werden wage ich zu bezweifeln.
#3 Robert schrieb am Montag, 5. November 2007 02:08:00:
Ja...

hätte wohl gründlicher lesen müssen :-)

Dein Kommentar