Hier findet sich ein einfacher Demoshop, der demonstriert, wie man mittels ASP.NET AJAX einen angeblich anwenderfreundlichen Shop baut. Wirklich nett geworden, aber:
- Was ist mit Behinderten?
- Was ist mit Suchmaschinen?
- Was ist mit ganz normalen Kunden?
Warum ich Letzteres hervorhebe? Weil es mir seit einigen Tagen durch den Kopf geht. Nämlich seit mir meine Freundin kürzlich einen Link zu einem Produkt XY geschickt hat, das sie in einem Onlineshop gefunden hatte, und zu dem sie meine Meinung hören wollte.
Das Problem hierbei: der Shop, in dem Sie war, lief in einem Frameset. Sie hat mir also nur den Link zum Frameset, nicht den Deeplink geschickt. Und natürlich hatte sie keine Lust rauszufinden, wie sie jetzt an den echten Link rankommt - nachdem ich ihr gesagt hatte, dass ich nicht das gleiche sehe wie sie. Vorher war ihr das Problem natürlich gar nicht bewusst.
Ergebnis: es wurde nichts gekauft.
Was das mit Ajax zu tun hat? Bezogen auf den letzten Punkt von oben ergeben sich die gleichen Probleme - Accessibility. Dem Normaluser ist der Unterschied zwischen Ajax und einer "normalen" Anwendung die GET benutzt nicht bewusst. Er weiß auch nicht was sich hinter einem Permalink verbirgt, es interessiert ihn einfach nicht. Warum auch.
Worauf ich hinaus will?
In meinen Augen ist Ajax beim heutigen Stand der Browser-Technologie in etwa so benutzerfreundlich wie ein 5 MB großes Flashintro anno 2000. Solange sich die Browserhersteller für das Problem des "Bookmarkens" noch keine Lösung überlegt haben, ist der Einsatz von Ajax in diesem Umfang (ich will nicht abstreiten, dass es in kleinen Mengen Sinn macht) einfach nur benutzerfeindlich.
Dabei wäre es meiner Meinung nach an der Zeit die Browser-History auf JavaScript-Aktionen aufzubohren - der Browser muss den Zustand der Website (-Anwendung) einfach speichern, und zwar auch wenn nur Teile der Site dynamisch ausgetauscht werden.
Just my 2 cents.