Am Wochenende habe ich es mal geschafft mir zwei Filme anzuschauen, die ich schon im Kino sehen wollte, es aber aus irgendwelchen Gründen jeweils nicht geschafft hatte, und die so schon seit Wochen auf meiner Amazon-Wunschliste stehen. Bzw. standen, fangen wir mit dem Fehlgriff an:

Borat

Ich fasse mich kurz: Nicht lustig, sinnlos diskriminierend (und ich bin wirklich jemand der über Randgruppen lachen kann), totlangweilig, einfach ganz und gar schwachsinnig. Ich kann mich nicht erinnern, einmal eine größere Scheiße gesehen zu haben. Völlig umsonst gehyped.

Wer früher stirbt ist länger tot

Ein Juwel! Muss man unbedingt gesehen haben. Am Anfang dachte ich, ich brauche Untertitel. Obwohl ich seit 2001 in Bayern lebe, musste ich mein Gehör doch erst etwas feinjustieren, auf feinsten bayerischen Dialekt. Als ich das hinbekommen hatte, war es einfach nur noch komisch und abwechselnd auch traurig. Was mich wieder zu den Randgruppen bringt: "Sie isst nix, sie trinkt nix, aber sie macht jeden Morgen die Augen auf." - ich hätte brüllen können. Ansehen :-)

Kommentare

#1 Carsten schrieb am Montag, 19. März 2007 08:42:00:
Ich schließe mich dir an. Borat habe ich zwar nicht gesehen, aber was ich bisher darüber gehört habe, reicht mir, um ihn nicht sehen zu wollen.

Aber zum 2. Film kann ich nur sagen, du hast recht. Den muss man gesehen haben. Alleine die Dialoge in tiefstem Bayerisch sind genial. Es gibt sogar einen "Nachfolger" von den Machern: "Schwere Jungs". Ist bestimmt auch eine Empfehlung wert.

lg
Carsten
#2 Jonathan Naumann schrieb am Montag, 19. März 2007 09:24:00:
Borat ist eigentlich nur auf Englisch gut. Es ist auch eher eine spassige Kritik an den Amerikanern, als diskriminierend, leider kommt das nur auf Englisch rüber. Auf Deutsch war er wirklich furchtbar...

Den zweiten werde ich nicht sehen, deutsche Filme sind in fast allen Fällen schlecht, meiner Meinung nach. Aber das ist ja schliesslich eine Geschmacksfrage.
#3 Markus Bader schrieb am Montag, 19. März 2007 09:59:00:
>> Nicht lustig, sinnlos diskriminierend

hm... wer wird diskriminiert? Mir scheint die Intention des Films ist an Dir vorbeigegangen. Der eigentlich Witz dabei ist, wie leicht die Amerikaner die Klischees aufgreifen und als selbstverständlich ansehen. Wenn Du sagst der Film würde Amerikaner diskriminieren, dann kannst Du damit recht haben ...
#4 Thomas schrieb am Montag, 19. März 2007 10:07:00:
Vieles davon bleibt vor allem an "seiner Heimat" hängen, und damit bleibt von der Intention nicht viel übrig.

Und wenn der Waffenhändler die Frage, womit man am besten einen Juden erschießen könne, mit einem verdutzten und verschämten Gesichtsausdruck übergeht, dann sehe ich hier auch nicht, wo er in ein Klischee reinlatscht.

Kann sein, dass die Übersetzung hier viel kaputt gemacht hat, schwachsinnig bleibt es trotzdem.
#5 Frank schrieb am Montag, 19. März 2007 17:22:00:
Ich habe Borat auf Englisch gesehen. Ich bin nach ca 20 Minuten aus dem Kino gegangen (bevor Sprüche kommen: ich bin der Englischen sprache mächtig), weil der Film absoluter Schrott ist. Und ob der Film nun die USA diskriminiert oder nicht, ist für mich egal.
Ich frage mich einfach, wie man so einen Müll als Kinobetreiber mieten kann...es gibt bei weitem bessere Filme...

@Jonathan: Gut, Geschmack ist verschieden, aber man muss sagen, es gibt auch gute Deutsche Filme. Persönlich finde ich z.B. Knocking on Heavens Door absolut klasse, oder Bang Boom Bang.
#6 Thomas schrieb am Montag, 19. März 2007 17:43:00:
Ja, so ziemlich alles mit den Herren Bleibtreu, Schweiger, Schweighöfer und Stadlober kann man sich eigentlich ruhigen Gewissens und mit Freude ansehen :-).

Gestern abend übrigens erst wieder, Lammbock.

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