Da gründet jemand ein Branchenbuch. Im Internet. Er kauft Adressen, erweitert das Angebot Stück für Stück, schafft eine gute Website, und hofft, kostenpflichtige Firmeneinträge verkaufen zu können. Um das ganze anzuschieben, wird ein aufsehenerregende Blondchen eingeflogen und mit großem Tamtam in Klamotten in Firmenfarbe der versammelten Presse vorgeführt.

Nach einiger Zeit ist die Aufmerksamkeit verflogen, höchstens Besucher des Westfalenstadions oder Münchner, die täglich über die Donnersberger Brücke donnern, haben die Firma dank unübersehbarer Werbeschilder noch im Gedächtnis.

Irgendwann wird sogar der Mutterkonzern geopfert, um die unrentable und teure Website zu retten. Als auch das scheinbar nichts hilft, das Geschäft mit den Anzeigenkunden einfach nicht anziehen will (Surprise, Surprise!), taucht plötzlich ein weißer Ritter auf.

Jetzt glaube ich an die Blase. Wirklich.

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