Nach dem seit 1. Januar 2006 geltenden Informationsfreiheitsgesetz muss jedem Bürger erstmal grundsätzlich (natürlich mit Ausnahmen, wie auch sonst) Akteneinsicht gewehrt werden, zumindest dann wenn diese bei irgendeiner Bundesbehörde liegen. Im Prinzip ist das ein Schritt nach vorne, kehrt er ja das Prinzip des Amtsgeheimnisses um und erlaubt so Einblicke in Verfahren, die man ansonsten als Normalsterblicher nicht erhalten würde.

Der Haken an der Sache: warum auch immer (wahrscheinlich um sich vor einr Anfragenflut zu schützen) wird oft eine horrende Gebühr für die Einsicht verlangt. Dem will der CCC nun entgegenwirken, und hat das Projekt www.befreite-dokumente.de ins Leben gerufen:

"Wir möchten, dass alle Bürgerinnen und Bürger möglichst leicht und schnell vom neuen Informationsfreiheitsgesetz profitieren können. Leider nehmen die Behörden oft hohe Gebühren für die Herausgabe oder Kopie von Unterlagen und Schriftstücken. Hier bei uns können Sie die Dokumente, die Sie aus den Aktenkellern "befreit" und vielleicht teuer bezahlt haben, unkompliziert auch anderen Interessierten zugänglich machen. Das macht den Staat transparent, spart doppelte Arbeit und doppelte Kosten für alle Beteiligten."

Eine durchaus interessante Initiative, die man im Hinterkopf behalten sollte. Zumindest bis man selbst in die Mühlen unserer Bürokratie gerät und dann selbst dort etwas suchen oder gar beisteuern kann.

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